Jagdhunde ab 2012 in Wertheim von der Hundesteuer befreit

Auf Antrag der Kreisjägervereinigung Wertheim wurde die Abschaffung der Hundesteuer für Jagdhunde beschlossen.

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In der öffentlichen Sitzung des Wertheimer Stadtrates vom 25.07.2011 haben sich die Räte aller Fraktionen (mit nur einer Gegenstimme) Antrag der Kreisjägervereinigung Wertheim auf Abschaffung der Hundesteuer für Jagdhunde angeschlossen. Durch unsere Argumentation u.a. bezüglich:

- gesetzlicher Vorschrift nach §21 LJG

- dem (vielfältigen) Engagement der Jäger im öffentlichen Interesse (unter anderem bei)

- der notwendigen, effizienten Bejagung des Schwarzwildes gerade in (revierübergreifenden) Bewegungsjagden (Reduzierung der Schäden durch Bestandsreduktion)

- der ungerechten finanziellen Mehrbelastung beim (sinnvollen) Führen von mehreren Jagdhunden (jeder weitere Hund wird deutlich teurer)

- in Relation zu einer verhältnismässig niedrigen Steuereinnahme durch Jagdhunde

konnten wir ein Gleichstellung der Jagdhunde mit Blinden- und Rettungshunden om der städtischen Hundesteuerstatzung erreichen.

Bei der sachgerechten Abgrenzung der Einstufung als "Jagdhund" hat sich die Stadt für die Steuerbefreiung dem Vorschlag der Kreisjägervereinigung an eine Anlehnung an die übliche Verfahrensweise von Versicherungen, die Jagdhunde in der Jagdhaftpflichtversicherung mitversichern, wenn sie als "jagdlich brauchbar" gelten, angeschlossen. Dies ist nachzuweisen durch eine absolvierte Brauchbarkeitsprüfung oder eine Bescheinigung der Kreisjägervereinigung bzw. des Kreisforstamtes. Der Führer des Hundes muss zudem Inhaber eines gültigen Jagdscheines, Berufsjäger oder Forstbediensteter sein.