Jahreshauptversammlung 2022

Bericht über JHV am 25.03.2022

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Bericht über die Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Wertheim am

25.03.2022

 

Eingeleitet durch die Jagdhornbläser und unter Einhaltung der Corona-Regeln fand die ordentliche Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung (KJV) Wertheim in Hundheim statt. Kreisjägermeister (KJM) Hubertus Lotz hielt Rückschau auf das vergangene Jagdjahr:

Durch verschiedene Revier übergreifende Jagden konnte die Wildschweinpopulation reduziert werden. Einige geplante Veranstaltungen mussten abgesagt werden, etwa die gemeinsame Jagd der AG Junge Jäger und das Angebot für die Kinderkulturwochen.

Es gab sieben Vorstandssitzungen und in allen Hegeringen die jährliche Versammlung. Stattfinden konnten auch ein erfolgreicher Hundekurs mit Prüfung, ein gemeinsam mit den Jägervereinigungen Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim durchgeführter Jungjägerkurs und Einsätze mit der Rollenden Waldschule. Außerdem wurde eine Drohne zur Kitzrettung angeschafft, für die man eine staatliche Förderung erhalten hat. Diese Drohne kann schon ab diesem Frühjahr zur Kitzsuche angefordert werden.

Nach dem Totengedenken mit dem Jagdhornsignal „Jagd vorbei“ wurden die Mitglieder geehrt, die dem Verein lange Jahre die Treue gehalten haben. Geehrt wurden für 25 Jahre: Jürgen Dosch und

Anton Strobelberger; für 40 Jahre: Walter Bahr, Leo Dorbath, Wolfgang Haarmann, Wilfried Hildebrand, Walter Krug, Anni Lachner, Martin Mechler, Jürgen Nummer und Georg Stemmler; für 50 Jahre: Hubert Diehm, Waldemar Dosch und Eduard Kloss; für 60 Jahre: Rolf Dosch, Helmut Schneider und Karl Süß.

 

Nach dem Kassenbericht von Caspar Wiechert erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstands.

 

Der Landesjagdverband (LJV) als übergeordnete Organisation der KJV war vertreten durch Klaus Lachemaier, beim LJV verantwortlich für Wildtiermanagement, Wildbiologie und -forschung. Er informierte über aktuelle Projekte. Dazu gehören die Errichtung eines zweiten Schwarzwildgewöhnungsgatters für Jagdhunde, die Schaffung von Querungsmöglichkeiten für Wild über Straßen; der Bestandsschutz des Luchses, der zur Zeit mit vier männlichen Luchsen (Kuder) nachgewiesen ist. Geplant ist der Einsatz von acht bis zehn weiblichen Luchsen (Katzen). Im Regierungsbezirk Tübingen gibt es ein Pilotprojekt für den Biber. Dort will man Erfahrungen sammeln, wie den Problemen mit den großen Nagern begegnet werden kann. Ein weiteres wichtiges Anliegen des LJV ist es, über das sogenannte Rotwildkonzept im Nordschwarzwald den Lebensraum für das Rotwild neu zu bewerten und festzulegen. Hintergrund für diese Maßnahme ist vor allem die Tatsache, dass momentan nur ca. 4% der Landeswälder in Baden-Württemberg als Lebensraum für den Rothirsch geduldet werden, während beispielsweise der Wolf sich landesweit ausbreiten kann.

 

Lachenmaier riet den Anwesenden zur Nutzung des „Wildtierportals“, mit dem u.a. die jährlich von den Jagdpächtern einzureichende Streckenmeldeliste online bearbeitet werden kann. Für dieses Jahr ist die Verwendung der Portals noch freiwillig, ab nächstem Jahr sei sie verpflichtend. Neben dieser Funktion gibt es auf dem Portal allerdings etliche weitere nützliche Anwendungen.

 

Die Versammlung endete mit der kritischen Bestandsaufnahme der ausgestellten Rehbocktrophäen durch Birger Waltz. Die Erleger der besten Böcke sind Dominik Metz und Thomas Grimm.