Hubertus-Messe 2022

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Hubertusmesse im Kloster Bronnbach

 

Es sind die großen Feste wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten, in denen wieder mehr Menschen als an gewöhnlichen Sonntagen in die Kirchen gehen. Im Kloster Bronnbach kommt zu diesen besonderen Sonntagen der letzte im Oktober hinzu, diesmal der 3o. Denn dann wird die traditionelle Hubertusmesse gefeiert, zu der die Patres der Missionare von der Heiligen Familie einladen. Und was dabei die jeweils an die 500 Besucher/innen besonders anzuziehen scheint, sind die Jagdhornbläser aus Wertheim unter der engagierten Leitung von Eberhard Geiger. Pater Adam, der den Gottesdienst zelebrierte, bemerkte denn auch zunächst erfreut, dass er in seinen zwei Jahren Dienst im Kloster noch nie die Kirche so voll gesehen habe, denn in Pandemiezeiten fand natürlich diese Messe nicht statt, jetzt aber endlich wieder. Anfangs ging er auf die Legende um diesen Hubertus ein, der als Pfalzgraf von Burgund zwischen 655 und 727 nach Christus lebte. Die Legende besagt, dass nach dem Tod seiner Frau der zügellos gewordene Jäger, der die Erlegung des Wildes nur als Selbstzweck sah, an einem Karfreitag bei der Jagd auf einen Hirsch ein leuchtendes Kreuz in dessen Geweih erblickt habe. Dieses Erlebnis führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der Pfalzgraf von Burgund sein Leben den Armen und der Natur, die er nun als Gottes Geschöpfe ansah, widmete. Die Lesungen von Heiko Busse aus dem Buch der Weisheit sowie aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus sowie die engagierte lebendige Predigt von Pater Adam wiesen in eben die Richtung der Umkehr des Hubertus, wobei der Pater die zentrale Bedeutung der Begegnung mit den Mitmenschen wie auch mit der zunehmend geschundenen Natur hervorhob. Dazu passte, dass ein Rotkehlchen mehrmals im Altarraum erschien und das Kirchenschiff zügig, gleichsam heiter durchquerte.

Wolf Wiechert